Krawatte binden - Krawattenknoten


Der Krawattenknoten ist elementar wichtig für das Erscheinungsbild Ihres Outfits. Nicht jeder Krawattenknoten passt zu jedem Typen. Sie sollten beim Krawatte binden folgende Punkte beachten, damit Ihr Knoten auch zum Schlips und Ihnen passt. Es gibt sehr viele verschiedene Arten seine Krawatte zu binden, Ich zeige Ihnen a
uf dieser Info-Seite die wichtigsten mit einer kurzen Anleitung einmal auf.



1. Der doppelte Windsor Knoten ist eher etwas konservativ, aber der wohl beliebteste und am häufigsten gewählte Krawatten Knoten. Diese Variante ist am besten geeignet für Hemd Kragenformen die etwas weiter auseinander stehen, wie z.B. der Hai- oder auch mal für den Kent-Kragen. Der Knoten selber ergibt ein perfektes Dreieck. Da der doppelte Windsor, wie der Name schon sagt, ein Doppelknoten ist, wird die Krawatte beim Binden etwas kürzer.  
Sollten Sie daher etwas größer sein oder einen Bauchansatz haben, könnte die Krawatte bei dieser Variante etwas kurz werden. Wenn Sie aber dennoch diesen Knoten bevorzugen und zu der erwähnten Kundengruppe gehören, haben Sie die Möglichkeit bei uns auch jedes Krawatten Modell in einer extra langen Variante zu bestellen. Das Breite Ende sollte in Höhe des Hosenbundes oder Gürtel enden. Dann haben Sie die perfekte Krawattenlänge.


2. Der einfache Windsor Knoten ähnelt dem doppelten Windsor, mit der Ausnahme, das bei dieser Variante die zweite Schlaufe entfällt. Der Knoten ist daher etwas schmaler und eignet sich besser für Hemd Kragen die etwas engere Kragenspitzen haben, wie z.B. der Button-Down Kragen. Auch hier sollten Sie bei binden auf die Länge achten, da eine zu kurz oder zu lang gebundene Krawatte das Outfit negativ beeinträchtigen kann.


3. Der einfache Krawattenknoten oder auch Four in Hand ist leicht asymmetrisch, länglich und schmal. Diese Knotenform wird vorrangig bei einem sportlich, lässigen Outfit genommen. Der Knoten ist leicht zu binden und passt so gut wie zu jeder Krawatte. Bei dem Hemd sollten Sie sich eher auf Kragenformen beschränken, die eine etwas schmalere Kragenspitze haben. Breitere Kragenformen wie z.B. Der Hai-Kragen passen hier nicht zu.


4. Der Kent Knoten hat nur sehr wenige Schlingen und ist daher auch relativ klein im Gegensatz zu den anderen Krawattenknoten. Die Krawatte wird bei dieser Knoten Form etwas länger am Ende sein, da wie oben erwähnt weniger Schlingen verwendet werden. Allerdings wirkt ein kleiner Knoten bei großen oder kräftigen Männern meist nicht sehr schön, daher ist dieser Knoten bei der erwähnten Kundengruppe eher nicht geeignet. In dem Fall empfehlen wir auch wieder die Krawatte in extra lang zu nehmen und einen anderen Knoten zu verwenden. Dieser Knoten ist auch nicht ganz einfach zu binden, so dass einige Versuche benötigt werden damit der Knoten richtig sitzt. Diese Variante wird von uns nicht empfohlen, gehört aber der Vollständigkeit halber ebenfalls in die Liste.


5. Der American oder auch Pratt Knoten genannt ist dem Windsor in der Optik relativ ähnlich. Das binden ist etwas einfacher als beim Windsor, gibt dem Knoten aber trotzdem ein schönes voluminöses finish. Damit dieser auch gelingt, ist gelegentlich ein Nacharbeiten notwendig. modellieren Sie daher beim Binden den Knoten schon in die gewünschte Form. Wie Sie auf dem Bild sehen können, ist der Pratt oder American ein Inside out Knoten. Das bedeutet, dass bis zum fertigen Knoten die Innenseite bzw. die Naht außen sichtbar ist.


6. Der Nicky Knoten ist aufgrund seiner weltweit beliebten Form auch unter vielen anderen Namen bekannt. Zum einen wird er gerne als Olney Knoten, New Classic  oder auch als Free American bezeichnet. Der Nicky ist ein sehr einfacher und Krawattenschonender Knoten. Er ist schlicht elegant und daher ideal für gemusterte Krawatten geeignet. Ernesto Curami hat seiner Zeit in Mailand in einer bekannten Krawatten Manufaktur "Nicky" gearbeitet und dort wurden jeweils Faltprospekte mit einer Anleitung zum Krawatten binden rausgegeben, die genau diese Art des Krawatten Bindens zeigte. Da es der Firma sehr wichtig gewesen ist, dass der Oberstoff beim Binden geschont wurde und durch den Knoten nicht knitterte.


Stephan Jung 10.09.2018